Gemeinsam für den Schutz unserer Biotope
Die Bürgerinitiative Naturschutz Lindelburg setzt sich seit ihrer Gründung mit großem Engagement für den Schutz Natur und der umliegenden Biotope ein. Unser Ziel ist es, die wertvollen Lebensräume in Lindelburg zu erhalten, Missstände sichtbar zu machen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden nachhaltige Lösungen zu erreichen.
Unsere bisherigen Erfolge
1. Erfolgreiche UIG‑Anfragen an mehrere Behörden
Wir haben eine umfassende Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) zur Weiherkaskade gestellt. Dabei haben wir zahlreiche Rückmeldungen erhalten – unter anderem von:
der Unteren Naturschutzbehörde
dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg
der Gemeinde Schwarzenbruck
dem Veterinäramt
weiteren Fachstellen
Diese Antworten liefern erstmals eine transparente Grundlage über den Zustand der Biotope, die rechtliche Situation und laufende Prüfverfahren.
2. Unsere Forderungsliste – klare Position, klare Ziele
Mit unserer detaillierten Forderungsliste haben wir den Behörden unsere Sichtweise und unsere fachlich begründeten Erwartungen übermittelt. Darin enthalten sind u. a.:
Schutz und Wiederherstellung der Biotope
Verbot von Bauaktivitäten in sensiblen Bereichen
Entfernung von Gefahrenstoffen und Maschinen
Klärung der wasserrechtlichen Situation
Sicherstellung eines natürlichen Bach- und Wasserlaufs
Diese Liste hat wesentlich dazu beigetragen, dass konkrete Maßnahmen eingeleitet wurden.
Was bereits umgesetzt wurde
Durch beharrliche Arbeit, zahlreiche Hinweise von uns, aus der Bevölkerung und eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden konnten bereits konkrete Verbesserungen erreicht werden:
1. Entfernung von Gefahrenstoffen und Maschinen aus dem Biotop
Im Bereich der Weiher wurden zuvor Kraftstoffe, Baumaschinen und Baumaterialien gelagert. Diese wurden inzwischen vollständig entfernt, um Risiken für Wasser, Boden und Tierwelt auszuschließen.
2. Baustopp in den Biotopen
Für die besonders sensiblen Bereiche wurde ein Baustopp verhängt, sodass keine weiteren Eingriffe stattfinden, bis die rechtliche Situation vollständig geklärt ist.
3. Aufräumarbeiten und Rückbau erster Eingriffe
Mehrere unzulässige Ablagerungen, geschotterte Flächen und technische Installationen wurden bereits zurückgebaut oder beseitigt. Die Uferbereiche sind dadurch wieder deutlich naturnaher.
4. Verbesserte behördliche Kontrolle
Die Behörden haben begonnen, die Situation intensiver zu prüfen – darunter:
Bachlaufkontrollen
Überprüfung baulicher Anlagen
Bewertung der Fischhaltung
Kontrolle der Ufervegetation
5. Transparente Kommunikation durch unsere UIG-Anfrage
Unsere Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz hat zu zahlreichen Rückmeldungen geführt und erstmals eine breite Transparenz über den Zustand der Weiher und Biotope geschaffen.
Diese Schritte zeigen: Behörden reagieren – und handeln.
Unsere Zusammenarbeit mit den Behörden
Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit den zuständigen Stellen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass kooperative Kommunikation der richtige Weg ist:
respektvoll
sachlich
lösungsorientiert
transparent
Gemeinsam schaffen wir es, die Natur in Lindelburg zu schützen und Fehlentwicklungen zu korrigieren.
Unsere erweiterten Forderungen
Auf Grundlage der dokumentierten Eingriffe und der bisherigen Entwicklungen haben wir unseren Forderungskatalog weiter konkretisiert. Diese Forderungen bilden die Grundlage für eine nachhaltige Wiederherstellung und den langfristigen Schutz des Gebietes.
1. Wiederherstellung des natürlichen Bachlaufs
Wir fordern die vollständige Offenlegung und Renaturierung des Dürrenhembachs – vom Quellbereich bis zum Abfluss aus dem untersten Weiher. Alle technischen Eingriffe sollen entfernt werden.
2. Entfernung sämtlicher Verrohrungen
Der Bach soll wieder frei fließen können. Verrohrungen, die den natürlichen Wasserlauf beeinträchtigen, müssen zurückgebaut werden.
3. Schutz und Wiedervernässung der Schilfgebiete
Entwässerte Bereiche sollen wieder vernässt und stabilisiert werden. Rodungen und Eingriffe in Röhricht- und Uferzonen müssen unterbunden werden.
4. Verbot baulicher Anlagen im Biotop
Hütten, Fundamente, Stege, befestigte Wege oder PV-Anlagen haben im Biotop keinen Platz. Bereits vorhandene Anlagen sollen entfernt oder rechtlich geprüft werden.
5. Kontrolle und Begrenzung der Fischhaltung
Wir fordern:
ausschließlich heimische Fischarten
Besatzmengen nach ökologischer Tragfähigkeit
keine monatelangen Hälterungen im Biotopbereich
Verbot nicht-heimischer oder invasiver Arten
6. Rückbau technischer Eingriffe
Belüftungsanlagen, Pumpen, Aggregate oder künstliche Wasserführungen sollen entfernt oder streng zeitlich begrenzt werden.
7. Schutz des Erlen-Eichen-Laubwaldrestes
Der verbliebene Laubwaldrest muss geschützt, gepflegt und wo nötig wieder aufgeforstet werden.
8. Prüfung der Standsicherheit aller Dämme
Wir fordern vollständige statische Nachweise, hydraulische Berechnungen und ein Hochwasserschutzkonzept für alle Weiherdämme.
9. Einrichtung eines behördlichen Kontrollrhythmus
Regelmäßige Kontrollen sollen sicherstellen, dass alle Vorgaben eingehalten werden und neue Eingriffe frühzeitig erkannt werden.
10. Transparente Veröffentlichung aller Genehmigungen
Alle wasserrechtlichen, baurechtlichen und naturschutzrechtlichen Entscheidungen sollen öffentlich zugänglich gemacht werden.
Unser Weg geht weiter
Die Bürgerinitiative Naturschutz Lindelburg wird weiterhin:
Missstände dokumentieren
Behörden informieren
fachliche Stellungnahmen einreichen
Bürgerinnen und Bürger einbeziehen
für den Schutz unserer Biotope eintreten
Wir bleiben dran – für Lindelburg, für die Natur, für kommende Generationen.